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09.12.2004

+++Pressemitteilung IVD+++

IVD: Verbraucherschutz im Immobilien-Bereich notwendig

Branchenverband begrüßt Ankündigung von Verbraucherschutzministerin Künast, schärfer gegen "Schrottimmobilien"-Angebote vorzugehen.

Berlin, 8.12.2004 - Der Immobilienverband Deutschland (IVD) begrüßt die Ankündigung von Verbraucherschutzministerin Renate Künast, künftig schärfer gegen so genannte "Schrottimmobilien"-Angebote vorzugehen und den Verbraucherschutz im Immobilien-Bereich zu stärken.

Der IVD setzt sich bereits seit längerem für wirksame Maßnahmen ein, um Verbraucher vor so genannten "Schrottimmobilien"-Angeboten zu schützen. Johannes-Peter Henningsen, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland betonte: "Wir können es beispielsweise nicht akzeptieren, dass immer wieder öffentlich mit so genannten "Kick Back"- oder "Cash Back"-Angeboten geworben wird, die nicht selten mit massivem Kreditbetrug im Zusammenhang stehen. Gezielt werden hier überschuldete Verbraucher angesprochen, denen eine Lösung ihrer Probleme durch Erwerb einer Immobilie und damit verbundene "Kick Back"-Erstattung eines Teiles des Kaufpreises vorgegaukelt wird. Tatsächlich werden diese Verbraucher, die extrem überteuerte Immobilien mit einer Finanzierungsquote von oftmals mehr als 100% erwerben, damit noch stärker in die Schuldenfalle getrieben."

Erst kürzlich hat der IVD eine "Checkliste" herausgegeben, die es Verbrauchern ermöglichen soll, unseriöse Angebote zu erkennen. "Nicht nur die Opfer, die auf solche Angebote hereinfallen, werden geschädigt, sondern auch der ganz überwiegende Teil der seriösen Immobilienbranche", so Johannes-Peter Henningsen.

Bei den geplanten Maßnahmen müsse allerdings darauf geachtet werden, dass diese tatsächlich wirksam sind und zum Anlegerschutz beitragen. "Das kürzlich verabschiedete Anlegerschutzverbesserungsgesetz ist ein Beispiel für Regelungen, die leider nichts zum Schutz der Anleger beitragen, sondern sogar noch hinter den bereits erreichten Stand der Prospektierung von Fondsangeboten zurückgehen", so Henningsen. Mit dem Anlegerschutzverbesserungsgesetz werden alle bisher auf dem sog. "grauen Kapitalmarkt" angebotenen Kapitalanlagen der Kontrolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterstellt. Für Beteiligungsmodelle wie geschlossene Immobilien-, Schiffs- oder Medienfonds gilt ab dem 1. Juli 2005 eine Prospektpflicht. Die Überprüfung der Prospekte erfolgt jedoch nur auf formale Vollständigkeit und nicht auf inhaltliche Richtigkeit. Dabei bleibt die Überprüfung jedoch hinter den etablierten Prospektprüfungskrit erien des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW S4 Richtlinien) zurück.

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