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24.11.2004

+++Pressemitteilung IVD+++

IVD: Augen auf beim Hauskauf zum Jahresende

sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbandes Deutschland (IVD). Der durchschnittliche Zinssatz liegt zur Zeit zwischen 4 und 4,5 Prozent für ein zehnjähriges Darlehen. In den vergangenen 30 Jahren betrug der durchschnittliche Zinssatz dagegen rund 8 Prozent, also fast doppelt soviel. Bei 4,5 Prozent belaufen sich die monatlichen Zinskosten für ein zehnjähriges Darlehen von 100.000 EURO auf 375 EURO, bei 8 Prozent betragen die Zinskosten 670 EURO pro Monat. Beim Höchststand von 1974 musste man umgerechnet 910 EURO zahlen.

Sieben gute Gründe für den Hauskauf

Niedrige Zinsen: Die Zinsen für Darlehen befinden sich auf einem historischen Tiefstand.
Günstige Kaufpreise: Wegen der schwachen Konjunktur sind die Immobilienpreise häufig günstig.
Mietfrei im Alter: Nach 25 bis 30 Jahren ist die Immobilie abbezahlt. Dann wohnen Sie mietfrei. Eine bessere Altersversorgung gibt es nicht.
Höhere Sparquote: Rentner, die über Immobilienvermögen verfügen, verfügen statistisch zugleich über ein höheres Geldvermögen als Personen, die auch im Alter noch zur Miete wohnen. Grund ist die deutlich höhere Sparquote bei Hausbesitzern.
Flexibilität: Bei Ortswechsel kann die Immobilie vermietet werden. Eine Immobilie gehört zu einem klassischen Vermögensaufbau.
Höhere Renditen: Immobilien als Kapitalanlage bieten attraktivere Renditen. Die Renditeerwartungen bei Immobilien als Kapitalanlage liegen im Schnitt zwischen 6 bis 9 Prozent. Zum Vergleich: Anleger, die monatlich 50 Euro anlegten, erzielten bei offenen Immobilienfonds in den vergangenen 10 Jahren eine durchschnittliche Jahresrendite von 3,1% und in 20 Jahren 4,6 %. Europäische Aktienfonds mussten in 10 Jahren im Durchschnitt einen jährlichen Verlust hinnehmen (- 0,2%) und erzielten auf 20 Jahre 5,4 Prozent jährlich.
Höhere Lebensqualität: In den eigenen vier Wänden lebt es sich einfach besser. Keine Angst vor Mieterhöhungen oder Kündigung wegen Eigenbedarfs.
"Wer einen Hauskauf plant, aber wegen der schwierigen Konjunktur Angst vor Jobverlust hat, sollte eine Verdienstausfallversicherung abschließen. Bei Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit werden dann die regelmäßigen Zahlungsverpflichtungen übernommen", so Schick. Nähere Informationen zu einer solchen Versicherung erhalten interessierte Kunden bei IVD-Maklern, die eine Verdienstausfallversicherung in Zusammenarbeit mit einem großen Versicherungsunternehmen anbieten.

Checkliste für sicheren Ankauf / "Schrottimmobilien" vermeiden



Die Immobilienmärkte in Deutschland bieten mit günstigen Kaufpreisen und niedrigen Zinsen ein attraktives Umfeld für den Kauf von Häusern und Wohnungen. Gerade für vermietete Immobilien sind die Bedingungen dank steigender Renditen attraktiv. "Wer die aktuellen Investitionschancen nutzen will, sollte auf Nummer sicher gehen und wichtige Tipps beachten. Erwerber von sogenannten "Schrottimmobilien", also völlig überteuerten Eigentumswohnungen, die in der Vergangenheit von Strukturvertrieben unter dem Vorwand möglicher Steuervorteile als Haustürgeschäft angeboten wurden, haben häufig die einfachsten Grundregeln nicht beachtet", erklärt Johannes-Peter Henningsen, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland (IVD). Auch am Jahresende sollten Investoren daher die nötige Sorgfalt bei der Objektauswahl und -Prüfung walten lassen.&nb sp;



IVD Checkliste



1. Erwerben Sie eine Immobilie nicht ausschließlich aus steuerlichen Gründen. Eine Immobilie sollte sich auch ohne steuerliche Vorteile rechnen lassen. Dennoch bieten etwa denkmalgeschützte Objekte durch die Sonder-AfA nach § 7i EStG attraktive steuerliche Bedingungen, die mit dem Steuerberater besprochen werden sollten.



2.Jede Immobilie sollte vor einem Ankauf besichtigt werden, auch wenn Sie in einer anderen Stadt liegt. Diese einfache Grundregel haben in der Vergangenheit Käufer von sogenannten "Schrottimmobilien" oft genug vernachlässigt. Zur Prüfung der baulichen Beschaffenheit kann Ihnen im Zweifel ein Architekt oder Bausachverständiger dienen.



3. Immobilienkauf ist Vertrauenssache. Vorsicht, wenn Ihnen vermietete Eigentumswohnungen von Freunden, Arbeitskollegen oder Bekannten angeboten werden, die selbst keine Erlaubnis und Qualifikation zur Ausübung des Maklerberufes haben und nur nebenberuflich für Strukturvertriebe arbeiten. Oft handelt es sich um überteuerte Immobilien. Professionelle Maklerunternehmen mit Verbandssiegel verfügen dagegen über die notwendige Ausbildung und Sachkenntnis.



4. Stellen Sie Preisvergleiche an. Qualifizierte Immobilienmakler nennen Ihnen die ortsüblichen Kaufpreise und die am Markt erzielbaren Mieten. Sogenannte "Schrottimmobilien" wurden in der Vergangenheit meist zu Phantasiepreisen und völlig überhöhten Mieterwartungen verkauft. Wenn Mietgarantien angeboten werden, die deutlich über der tatsächlichen Marktmiete für vergleichbare Objekte liegen, sollten Sie Abstand nehmen. Wegen der häufig unzureichenden Bonität des Garanten sind diese oftmals wertlos.



5. Kreditverträge unterschreiben Sie nach Prüfung bei Ihrem Kreditinstitut und nicht an der Haustüre. Wenn Sie dazu überredet werden sollten, weitreichende Vollmachten zum Abschluss von Kauf- und Kreditverträgen zu unterschreiben, ist Vorsicht geboten. Kaufverträge sollten Sie persönlich bei einem Notar abschließen.



6. Vorsicht, wenn der Verkäufer von Immobilien hohe "Kick-backs", also Rückerstattungen von Teilen des Kaufpreises, anbietet. Sehr oft handelt es sich dabei um Angebote, die mit Kreditbetrug verbunden sind und bei denen die Immobilien erheblich überteuert sind.

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