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30.08.2004

+++Pressemitteilung IVD+++

Immobilienverband Deutschland (IVD) gegründet - RDM und VDM verschmelzen

Branchenverband begrüßt Ankündigung von Verbraucherschutzministerin Künast, schärfer gegen "Schrottimmobilien"-Angebote vorzugehen.

Berlin, 8.12.2004 - Der Immobilienverband Deutschland (IVD) begrüßt die Ankündigung von Verbraucherschutzministerin Renate Künast, künftig schärfer gegen so genannte "Schrottimmobilien"-Angebote vorzugehen und den Verbraucherschutz im Immobilien-Bereich zu stärken.

Der IVD setzt sich bereits seit längerem für wirksame Maßnahmen ein, um Verbraucher vor so genannten "Schrottimmobilien"-Angeboten zu schützen. Johannes-Peter Henningsen, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland betonte: "Wir können es beispielsweise nicht akzeptieren, dass immer wieder öffentlich mit so genannten "Kick Back"- oder "Cash Back"-Angeboten geworben wird, die nicht selten mit massivem Kreditbetrug im Zusammenhang stehen. Gezielt werden hier überschuldete Verbraucher angesprochen, denen eine Lösung ihrer Probleme durch Erwerb einer Immobilie und damit verbundene "Kick Back"-Erstattung eines Teiles des Kaufpreises vorgegaukelt wird. Tatsächlich werden diese Verbraucher, die extrem überteuerte Immobilien mit einer Finanzierungsquote von oftmals mehr als 100% erwerben, damit noch stärker in die Schuldenfalle getrieben."

Erst kürzlich hat der IVD eine "Checkliste" herausgegeben, die es Verbrauchern ermöglichen soll, unseriöse Angebote zu erkennen. "Nicht nur die Opfer, die auf solche Angebote hereinfallen, werden geschädigt, sondern auch der ganz überwiegende Teil der seriösen Immobilienbranche", so Johannes-Peter Henningsen.

Bei den geplanten Maßnahmen müsse allerdings darauf geachtet werden, dass diese tatsächlich wirksam sind und zum Anlegerschutz beitragen. "Das kürzlich verabschiedete Anlegerschutzverbesserungsgesetz ist ein Beispiel für Regelungen, die leider nichts zum Schutz der Anleger beitragen, sondern sogar noch hinter den bereits erreichten Stand der Prospektierung von Fondsangeboten zurückgehen", so Henningsen. Mit dem Anlegerschutzverbesserungsgesetz werden alle bisher auf dem sog. "grauen Kapitalmarkt" angebotenen Kapitalanlagen der Kontrolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterstellt. Für Beteiligungsmodelle wie geschlossene Immobilien-, Schiffs- oder Medienfonds gilt ab dem 1. Juli 2005 eine Prospektpflicht. Die Überprüfung der Prospekte erfolgt jedoch nur auf formale Vollständigkeit und nicht auf inhaltliche Richtigkeit. Dabei bleibt die Überprüfung jedoch hinter den etablierten Prospektprüfungskrit erien des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW S4 Richtlinien) zurück.

Berlin, 30. August 2004 - Mit überwältigender Mehrheit (86 % RDM, 91 % VDM) sprachen sich am vergangenen Samstag in Berlin die Mitglieder des Rings Deutscher Makler (RDM) und des Verbandes Deutscher Makler (VDM) für eine Verschmelzung der beiden Verbände zum Immobilienverband Deutschland (IVD) aus.

Mit der Fusion und Neustrukturierung zweier traditionsreicher Maklerverbände sei der Weg frei für eine moderne, schlanke und schlagkräftige Berufsorganisation, die sich als Interessenvertretung und Netzwerk von Immobilienmaklern, Bauträgerunternehmen, Wohnungsunternehmen, Immobilienverwaltern, Finanzierern und Sachverständigen versteht, hieß es aus dem Präsidium. Für die Mitglieder des IVD werde es einen verbindlichen Ehrenkodex geben, dem international agierende Immobilienunternehmen ebenso unterliegen wie kleine, regional ausgerichtete Maklerbüros. Auf dieser Basis werde der IVD im Konfliktfall auch als Schlichtungsstelle zwischen Immobiliendienstleistern und deren Kunden fungieren.

Der neu gegründete Verband hat mehr als 6000 Mitglieder und ist damit der zahlenmäßig stärkste Unternehmensverband der Immobilienwirtschaft. Der designierte Präsident des IVD und amtierende Vorsitzende des RDM, Johannes-Peter Henningsen, zeigte sich erleichtert über das Abstimmungsergebnis, dessen Ausgang bis zuletzt ungewiss war: "Um gegenüber der Politik nachhaltig Interessen durchzusetzen und unter den Marktakteuren verbindliche Standards für Qualifikation und Verbraucherschutz zu implementieren, brauchen die Immobiliendienstleister eine Stimme. Der IVD wird ihr Sprachrohr sein."
Uwe Lutter, der amtierende VDM-Präsident und künftige Vize des IVD, ergänzte: "Der Maklerberuf befindet sich im Umbruch: Aus dem Immobilienmakler mit dem klassischen Aktionsfeld der Vermittlung wird mehr und mehr der ganzheitliche Immobilienconsulter. Auf diese Entwicklung haben wir mit der Gründung des IVD reagiert."

Der IVD fordert eine Politik "pro Immobilie". Die Immobilienwirtschaft benötige einen funktionierenden Markt ohne einengende Gesetze und Reglementierungen. "Die Politik muss verlässlicher werden. Sprunghafte Änderungen des Steuerrechts, wie sie momentan an der Tagesordnung sind, blockieren Investitionen", kritisierte Henningsen die aktuelle Gesetzgebungspraxis. Auch das Mietrecht müsse endlich von ideologischem Ballast befreit werden.

Lutter kündigte an, das geltende Provisionsrecht auf den Prüfstand zu stellen und den geänderten Marktbedingungen anzupassen. Außerdem werde sich der IVD für mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt einsetzen. "Wir brauchen professionelle Vergleichszahlen und verlässliche Marktdaten, um die Planbarkeit von Investitionen zu erhöhen. Hier hat der IVD das Ohr am Markt und ist erster Datenlieferant", so der IVD-Vize.

Neben Henningsen, der zum IVD-Präsidenten ernannt wurde, und Lutter als seinem Stellvertreter gehören dem IVD-Präsidium folgende Mitglieder an: Jens-Ulrich Kießling, Rudolf Koch, Jürgen Michael Schick, Hugo Sprenker und Hans-Peter Zimmermann. Der IVD ist in acht rechtlich selbstständige Regionalverbände gegliedert. Der IVD-Bundesverband hat seinen Sitz in Berlin. Mit der Beschlussfassung der Mitglieder wurde der neu gegründete Verband zur Eintragung ins Vereinsregister angemeldet.


IVD- Die Stimme des Immobilienmarktes

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) versteht sich als die Stimme des Immobilienmarktes. Durch die Verschmelzung von Ring Deutscher Makler (RDM) und Verband Deutscher Makler (VDM) ist der zahlenmäßig stärkste Unternehmensverband der Immobilienwirtschaft entstanden. Mit mehr als 6.000 Mitgliedsunternehmen repräsentiert der IVD die Interessen der Immobilienmakler, Immobilienverwalter, Bauträger, Sachverständigen, Finanzdienstleister und sonstiger, in der Immobilienwirtschaft tätiger Unternehmen. Der Immobilienverband Deutschland (IVD) arbeitet gezielt an besseren Rahmenbedingungen für Marktteilnehmer und Verbraucher. Deutschland braucht eine Politik "pro Immobilie".

Mehr Markt für die Immobilie

Die Immobilienwirtschaft benötigt einen funktionierenden Markt ohne einengende Gesetze und Reglementierungen. Die sozialstaatliche Wohnungswirtschaft mit ihrer Mischung aus Förderung und Reglementierung ist nach Ansicht des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) am Ende. Das Grundübel im Immobiliensektor ist, dass es bisher keinen Markt gibt, der den Namen wirklich verdient. Nur in einem weitgehend freien Immobilienmarkt kann es einen dauerhaft befriedigenden Ausgleich von Angebot und Nachfrage geben. Zahlreiche Gesetze und Vorschriften sind auf ihre Zukunftsfähigkeit zu überprüfen bzw. abzuschaffen. Das Mietrecht ist in Deutschland grundlegend zu reformieren und von ideologischem Ballast zu befreien. Dabei ist von einem gleichberechtigten Interessenausgleich von Mietern und Vermietern auszugehen. Die Regelung des § 5 Wirtschaftsstrafgesetzbuch zur sogenannten "Mietpreisüberhöhung" ist nicht mehr zeitgemäß und gehört abgeschafft. E s ist grundsätzlich falsch, Immobilientransaktionen zur Grundlage der Besteuerung zu machen. Nicht der Grundstücksverkehr darf besteuert werden, sondern der laufende wirtschaftliche Ertrag aus einer Immobilie. Insofern ist die Grunderwerbsteuer zumindest von 3,5 Prozent auf zwei Prozent zurückzuführen. Hohe steuerliche Transaktionskosten behindern die Fungibilität des Immobilienmarktes und verhindern Investitionen.

Mehr Engagement für die Immobilie

Erste Themen des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) sind u.a. die Überprüfung des geltenden Provisionssystems in Deutschland. Um dem hohen Anspruch des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) an seine Mitglieder Wirkung zu verleihen, gibt sich der IVD einen Ehrenkodex mit Verhaltensregeln und verbindliche Maßgaben für die zusammengeschlossenen Unternehmen aus den verschiedenen Sektoren der immobiliennahen Dienstleistungen. Der IVD versteht sich als Interessenvertretung der am Markt tätigen Unternehmen und steht als Schlichtungsstelle und Ansprechpartner für Verbraucherbelange im Sinne des Verbraucherschutzes zur Verfügung.

Mehr Nachhaltigkeit für die Immobilie

Der Immobilienmarkt braucht Verlässlichkeit. Der Lebenszyklus einer Immobilie ist auf Jahrzehnte angelegt. Das hat die Politik nach Ansicht des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) in den letzten Jahren massiv vernachlässigt. Sprunghafte Änderungen des Steuerrechts oder rückwirkende Gesetzesänderungen verunsichern Investoren und Nachfrager nachhaltig und bewirken einen Investitionsattentismus, der volkswirtschaftlich von großem Schaden für unser Land ist. Im Sinne einer wichtiger werdenden kapitalgedeckten Vorsorge muss die Berücksichtigung der Immobilie als bedeutender Teil der privaten Altersvorsorge neu geregelt werden.

Mehr Kompetenz für die Immobilie

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) bereitet seine Mitglieder in Zukunft noch besser auf den Markt vor. Qualifizierung steht an erster Stelle. Ein steigendes Ausbildungsniveau wird die Akzeptanz der Dienstleistungen der Marktakteure erhöhen. Akademien und Schulungsangebote sorgen für professionelle Marktteilnehmer. Gut ausgebildete Dienstleister sind konkreter Verbraucherschutz. Die Zertifizierung der Mitglieder in qualitativer und fachlicher Hinsicht wird an Bedeutung gewinnen.

Mehr Transparenz für die Immobilie

Der Immobilienmarkt in Deutschland benötigt mehr Transparenz. Vergleichzahlen und Marktdaten sowie die Etablierung von Benchmarks und Indizes für Preise, Kosten und Renditen erhöhen die Planbarkeit von Investitionen. Die Mitglieder des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) machen täglich den Markt. Somit ist der IVD die Stimme des Immobilienmarktes. Die neue Research-Abteilung des IVD trägt Sorge für aktuelle Marktanalysen und -Berichte. Mehr Transparenz erfordert auch die Leistungserbringung in den einzelnen Sektoren der immobiliennahen Dienstleistungen. Klare Leistungskataloge und Berufsbilder ermöglichen den gezielten Einsatz von IVD-Unternehmen in allen Belangen rund um die Immobilie.


IVD - Portrait des Berufsverbandes für immobiliennahe Dienstleistungen

Der Immobilien Verband Deutschland (IVD) ist für seine circa 6.000 Mitgliedsunternehmen die standespolitische Interessenvertretung bei Politik, Wirtschaft, Kammern, Presse, Verbänden, Verbrauchern etc. und erster Ansprechpartner in allen berufspolitischen sowie praktischen Fragen. Immobilienmakler, Immobilienverwalter, Finanzierungsvermittler, Bewertungssachverständige, Bauträger, Facility-Manager und viele weitere Berufsgruppen der Immobilienwirtschaft sind im IVD vereint. Die Durchführung der Mitgliederversammlung mit einem Immobilienkongress, in dem mit den beteiligten Vertretern öffentlichen Interesses die Fragen der Berufsausübung diskutiert werden können, gehört zu den satzungsgemäßen Aufgaben des Verbandes.

Die Leitidee des IVD ist der wirtschaftliche Interessenausgleich zwischen den am Immobilienverkehr beteiligten Partnern. Die Immobilienmakler und -verwalter sind die gerechten Vermittler zwischen den Interessen der Beteiligten. Dies setzt sowohl beim Makler als auch beim Verwalter ein qualifiziertes Wissen voraus, erfordert rechtliches Absichern von Absprachen und macht Verbraucherschutz notwendig.

Unter www.immobilienverband.de findet sich das ausgereifte Verzeichnis der im IVD zusammengeschlossenen Dienstleister in der Immobilienwirtschaft. Kunden, Verbraucher und Interessierte finden hier ihren kompetenten Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Vermarktung, die Verwaltung, die Finanzierung und Einschätzung einer Immobilie. Der Weg zur Immobiliensuche ist von dieser Plattform nicht mehr weit.

Der IVD schafft Markttransparenz durch seine regelmäßige Auswertung der Marktdaten. Der Verband erstellt Preisspiegel, Marktübersichten und Statistiken. Der IVD-Preisspiegel für Wohnimmobilien wird jährlich veröffentlicht. Die aktuelle Marktsituation wird dargestellt und das tatsächliche Geschehen am Markt wiedergegeben. Durch die Erhebung der Daten direkt mit den Mitgliedern wird so ein Bild des Immobilienmarktes gezeichnet, wie es aktueller nicht sein könnte. Ohne den Zeitverzug der amtlichen Sammlungen für Kaufpreise werden Marktentwicklungen früh erkannt und gekennzeichnet. Der IVD ist damit die Stimme der Immobilienmärkte.

Um den Aus- und Fortbildungsinteressen der Mitgliedsunternehmen und aller am Immobilienmarkt tätigen Unternehmen gerecht werden zu können, hat der IVD eigene Akademien. An den Studienorten Freiburg, Saarbrücken, Berlin und Rostock bietet sie berufsbegleitende Aus- und Fortbildung an, z. B. zum Immobilien-Fachwirt (IHK) aber auch zum Diplom-Betriebswirt (Diplome der Akademien). Die Akademien sind staatlich anerkannte Ergänzungsschulen. Das Lehrangebot wird ständig erweitert und aktualisiert.

In den Immobilienwirtschaftsmagazinen "Allgemeine Immobilien Zeitung" und "Der Grundbesitz" werden vom IVD monatlich aktuelle Marktentwicklungen, Rechtsprechung, Steuertipps, Immobilienprojekte, Internetanwendungen und die entscheidenden Hinweise für alle Berater in immobiliennahen Dienstleistungen etc. wiedergegeben. Auch Kunden und Verbraucher finden hier viele interessante Anregungen.

Die Aufnahme in den Immobilienverband Deutschland (IVD) erfolgt nach Abschluss einer Aufnahmeprüfung und gegen Nachweis des Abschlusses einer Berufshaftpflichtversicherung. Damit kommt der IVD seiner Aufgabe als Hüter der Interessen des Verbrauchers gegenüber den Mitgliedern nach. Die Öffentlichkeit honoriert diese Zulassungsvoraussetzungen mit einem hohen Vertrauensvorschuss in die Tätigkeit von Verbandsmaklern. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen EMNID-Umfrage, wonach 75 % der Verbraucher die Mitgliedschaft in einem Berufsverband als Gütesiegel für Immobilienmakler ansehen.

Der IVD ist im Jahr 2004 als Zusammenschluss aus den bis dahin selbständigen Verbänden der Immobilienmakler, dem Ring Deutscher Makler (RDM) und dem Verband Deutscher Makler (VDM) entstanden. Die Verschmelzung der beiden Verbände zum IVD ist mit großem Interesse von der Politik und der Immobilienwirtschaft verfolgt worden. Aus den beiden Maklerverbänden ist ein schlagkräftiger Verband mit ca. 6.000 Mitgliedern entstanden, der sich durch seine schlanke Struktur und eine zukunftsorientierte Satzung auszeichnet. Mit der Verschmelzung auf den IVD haben die beteiligten Berufsgruppen einen Verband geformt, der die Stimme der Immobilienmärkte darstellt.

Dem Verband steht Joh.-Peter Henningsen als Präsident vor. Uwe Lutter ist Stellvertreter des Präsidenten. Die Geschäftsstelle des Bundesverbandes ist in Berlin angesiedelt. In insgesamt acht Regionalverbänden und durch viele ehrenamtliche Repräsentanten vor Ort wird die Arbeit des IVD in die Breite getragen. Für Entscheidungsträger und Verbraucher finden sich so auf allen Ebenen kompetente Ansprechpartner für den Leitgedanken des IVD, einem umfassenden Programm "pro Immobilie".

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