Bellevue

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01.06.2017

+++Empfohlener Handlungsbedarf für Ferienimmobilien-Besitzer+++

Der Finanzdatenaustausch zwischen den OECD-Staaten bezüglich ausländischen Immobilienbesitzes wird voraussichtlich ab September 2017 erfolgen. Davon in besonderem Maße betroffen sind z.B. die deutschen Besitzer spanischer Ferienimmobilien, die im Rahmen einer spanischen "S.L.-Hülle" gehalten werden.

Unabhängig von der Erfüllung eventuell schon immer bestehender Meldepflichten könnten die Finanzämter auf die "Belegung" der spanischen Ferienimmobilien achten. Denn es existiert ein Urteil des Bundesfinanzhofes (AZ I R 109/10 vom 12.06.12), in dem festgelegt wurde, dass die unentgeltliche Nutzung der in Spanien gelegenen Immobilie einer spanischen S.L. durch deren in Deutschland ansässige Gesellschafter bei diesen als verdeckte Gewinnausschüttung zu behandeln sei (während dieser Zeiten war ja eine Vermietung unmöglich) und dass das daraus resultierende Besteuerungsrecht in Deutschland liegt. Alle deutschen Steuerpflichtigen, die in dieser Weise ihre spanische Ferienimmobilie halten und nutzen, machen sich damit grundsätzlich einer Steuerhinterziehung schuldig, deren Aufdeckung nunmehr zu befürchten ist. Eventuell Betroffene sollten umgehend fachlichen Rat (z.B. durch den Steuerberater) suchen.

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